Maßnahmen gegen Mobbing sind Maßnahmen für eine bessere Bildung
Zu TOP 14 – Mobbing an Schulen sage ich:
Über 30 Prozent der Jugendlichen in Deutschlang klagen über Mobbing, das zeigen die aktuellen PISA-Daten. Und wer gemobbt wird, der kann nicht gut lernen und dessen Entwicklung ist gefährdet. Mobbing macht den Schulalltag für Kinder und Jugendliche zur Hölle. Lernen wird zur Nebensache, wenn man von der Klassengemeinschaft ausgeschlossen ist. Und auch die Jugendlichen, die mobben, haben offensichtlich noch nicht genügend Sozialkompetenzen erlernt.
Deswegen sind Maßnahmen gegen Mobbing Maßnahmen für eine bessere Bildung.
Schleswig-Holstein hat auch schon viel gegen Mobbing getan. Es gibt Konzepte gegen Mobbing an allen Schulen, Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, Anti-Mobbing-Berater*innen und das Beratungstelefon. Uns ist besonders wichtig, dass Lehrkräfte an Schulen eine Interventionskompetenz haben, damit vor Ort schnell gehandelt werden kann.
Es ist mir sehr wichtig, dass wir zudem Unterstützungsangebote ausbauen und in der Lehrkräfteausbildung einen stärkeren Fokus auf das Thema Mobbing legen.
Im besten Fall gelingt es von Anfang an ein gutes soziales Miteinander in den Klassen, aber das ist harte pädagogische Arbeit und kein Selbstläufer.
Derzeit haben wir keine guten Vergleiche bei dem Thema Mobbing zwischen den Bundesländern. Hier könnte die ständige wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz analysieren, welches Bundesland besonders erfolgreich ist. Dann könnten andere Bundesländer davon lernen.
Ich setze mich außerdem dafür ein, dass wir im Schulgesetz bei den Bildungszielen die Offenheit gegenüber der sexuellen Vielfalt ergänzen. Wir wissen nämlich, dass insbesondere Heranwachsende, die sich als gender-divers identifizieren, besonders häufig Mobbingerfahrungen machen. Durch die Aufnahme ins Schulgesetz möchte ich diesen Kindern und Jugendlichen Rückhalt geben.
Kiel den 16.09.2026
Es gilt das gesprochene Wort!